33Dr. Angelika Kroker    Angelika.Kroker@t-online.de   


Weiterbildungsveranstaltungen
Seminare und Vorträge

für Familien- und Heimatforscher, Gästeführerinnen, Regional- und Lokalhistoriker
und alle historisch interessierten Bürgerinnen und Bürger

 Weiterbildungsveranstaltungen für Familien- und Heimatforscher, Gästeführerinnen, Regional- und Lokalhistoriker und alle historisch interessierten Bürgerinnen und Bürger im Herbst 2017

 

Ort und Zeit:
Kreismuseum Syke

Samstag, 21. Oktober 2017

 

Vortrag im Rahmen der Tagung
500 Jahre Reformation. Die evangelische Kirche zwischen Weser und Hunte
(etwa 14.45 – 15.15 Uhr)
Von Lückenbüßern und Lügenmäulern: Wie Martin Luther das Hochdeutsche neu erfand

 

Anmeldung bitte direkt an das
Kreismuseum Syke, Herrlichkeit 65, 28857 Syke

Tel.: 04242-2527
E-Mail
info@kreismuseum-syke.de

 

 

 

Ort und Zeit:
Rathaus Schellerten, Rathausstraße 8
Samstag, 28. Oktober 2017

 

Thema:

Frauen in der Ortsgeschichte: Die weibliche Seite der Wirklichkeit in Dorf und Stadt

 

In der traditionellen Ortsgeschichte ist die Erforschung der Geschichte von Frauen noch immer unterbelichtet. Der Blick auf die weibliche Seite der Geschichte in der Region ist jedoch unentbehrlich, will man das Leben in Stadt und Land richtig verstehen. Wie hätte es wohl auf unseren Bauernhöfen und bei den städtischen Handwerkern ohne die Arbeit der Frauen ausgesehen?

 

Die seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts etablierte Frauenforschung verfolgte zunächst das Anliegen, bis dahin bestehenden Defizite aufzuarbeiten. Es ging darum, Frauen und deren Lebenswirklichkeit in Geschichte und Gegenwart stärker als zuvor zu berücksichtigen und sichtbar zu machen. Heute interessieren wir uns mehr die für Frage des historischen Verhältnisses der Geschlechter zueinander.

 

In diesem Seminar wird die Geschichte der Frauen- und Geschlechterforschung erläutert und ein Überblick über deren wichtigste Ergebnisse geliefert. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie wir den Frauen in Stadt und Land auf die Spur kommen können. Neben dem Erschließen von neuen Quellenbeständen kann es dabei auch nötig sein, bekannte Überlieferungen neu zu interpretieren.

 

Die Teilnahme von interessierten Männern ist ausdrücklich erwünscht!

Kosten: 30 € (inkl. Mittagessen und Getränken)

 

Anmeldung bitte direkt an
Heike Klapprott, Ahstedter Str. 3, 31174 Schellerten

Tel.: 01 76 – 52 32 39 80, Email: heike@klapprott.de

 

 

 

Ort und Zeit:

Kreismuseum Syke

Samstag, 11. November 2017, 10 bis 17 Uhr

 

Thema:

Das alte Dorf:
Hof und Acker, Wald und Weide in Niedersachsen vor 1800

 

Bis ins 19. Jahrhundert wurde das Bild unserer niedersächsischen Dörfer durch die althergebrachten Formen des bäuerlichen Wirtschaftens geprägt. Vorherrschend waren ländliche Siedlungen mit einigen wenigen Hofstellen. Die Drei- oder Mehrfelderwirtschaft mit ihrem Wechsel von Getreideanbau und Brache bestimmte das Aussehen der Feldmark. Teilweise ausgedehnte landwirtschaftliche Ergänzungsflächen wie Wald- und Heideflächen, Wiesen und Änger waren zum Überleben unabdingbar.

 

Dieses Seminar wendet sich an Heimat- und Familienforscher, Gästeführerinnen, Regional- und Lokalhistoriker und alle historisch interessierten Bürgerinnen und Bürger. Besondere Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.

 

Welche Entwicklungen kennzeichneten die Entwicklung der niedersächsischen Siedlungen? Wie teilte sich die Dorfmark auf in Hofstellen und Gärten, Ackerflur und Wiesen, Änger, Heide und Holzungen?

 

Wie bearbeiteten die Bauern die Vielzahl kleiner und kleinster in der Gemarkung verstreuter Ackerparzellen? Welche Einschränkungen ergaben sich durch die aus der Gemengelage der Feldparzellen resultierende abgestimmte Bewirtschaftung der Felder (Flurzwang)?

 

Welche Probleme ergaben sich aus der genossenschaftlichen Nutzung der landwirtschaftlichen Ergänzungsflächen (Gemeinheiten oder Allmenden)?

 

Diesen und anderen Fragen wollen wir, eingehend auf Ihre Interessen und Fragestellungen, in diesem Seminar nachgehen.

 

Anmeldung bitte direkt an das
Kreismuseum Syke, Herrlichkeit 65, 28857 Syke

Tel.: 04242-2527
E-Mail
info@kreismuseum-syke.de

 

 

 

Ort und Zeit

Stadtarchiv Celle

Mittwoch, 15. November 2017, 9 bis 17 Uhr

 

Thema:

Einführung in die Schrift-, Quellen- und Archivkunde

 

Die Arbeit im Archiv, vor allem das Lesen und Interpretieren von Originalquellen, gehört zu den interessantesten, aber auch zu den schwierigsten Aufgaben, die beim Erarbeiten einer Orts-Chronik oder anderer lokal- oder familienhistorischen Studien zu bewältigen sind. Dieses Seminar wendet sich an Heimat- und Familienforscher, Gästeführerinnen, Regional- und Lokalhistoriker und alle historisch interessierten Bürgerinnen und Bürger, die das „Handwerkszeug" der Historiker kennenlernen wollen. Besondere Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.

 

Welche Hilfsmittel gibt es für das Lesen der alten Handschriften, das Übersetzen lateinischer und mittelhochdeutscher Texte bzw. heute nicht mehr gebräuchlicher Ausdrücke?

 

Welche Arten von Quellen stehen für die ortsgeschichtliche Arbeit zur Verfügung, wo sind diese zu finden, und wie sind sie sinnreich zu nutzen? Wie ermittelt man die für den Orts-Chronisten zuständigen Archive, und wie ist ein solches „Gedächtnis des Staates" organisiert? Wie nutzt man effektiv die in den Archiven vorhandenen Findmittel, vor allem Bestandsübersichten und Findbücher? Wie geht man sinnvoll um mit den beiden wichtigsten Ordnungsprinzipien Provenienz (nach dem Herkommen) oder Pertinenz (nach der sachlichen Zugehörigkeit)?

 

Wie erkennt und unterscheidet man Urkunden und Amtsbücher, Protokolle und Gerichtsakten, Eingabe und Reskript, Konzept, Ausfertigung und Abschrift? Welche Bedeutung haben Stempelmarke und Präsentationsvermerk, Eingangs- und Ablagenummer?

 

Welche Besonderheiten sind bei der Interpretation von Chroniken und Lebenserinnerungen zu beachten, und wie unterscheiden sich diese von den schriftlichen Überresten aus dem Geschäftsgang staatlicher Verwaltungen und Behörden? Ist einer Quelle unmittelbar zu entnehmen, wie es früher war?

 

Diese und andere Fragen wollen wir, eingehend auf Ihre Vorstellungen und Bedürfnisse, in diesem Seminar diskutieren. Einen Schwerpunkt wird dabei die praktische Arbeit an ausgewählten Quellentexten bilden.

 

Anmeldung bitte direkt an das
Stadtarchiv Celle, Westerceller Str. 4, 29227 Celle
E-Mail stadtarchiv@celle.de
Tel.
(05141) 12 4719 oder (05141) 12 4700

 

 

 

Ort und Zeit:
Gemeindehaus Immenrode, Vienenburger Straße 9
Samstag, 25. November 2017, 9.30 bis 17.00 Uhr

 

Thema:
Das alte Dorf:
Strukturen ländlichen Lebens in Niedersachsen vor 1800

 

Seit dem Spätmittelalter entwickelte sich in den Dörfern des nordwestdeutschen Raums eine spezifische Lebens- und Wirtschaftsform, die oft mit den Schlagworten „Grundherrschaft" und „Meierrecht" gekennzeichnet wird. Diese über Jahrhunderte bewährte und weiterentwickelte Form der Agrarverfassung wurde erst durch die durchgreifenden Reformen des 19. Jahrhunderts abgelöst.

 

Dieses Seminar wendet sich an Heimat- und Familienforscher, Gästeführerinnen, Regional- und Lokalhistoriker und alle historisch interessierten Bürgerinnen und Bürger. Besondere Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.

 

Welche Abhängigkeiten bestimmten das Leben der ländlichen Bevölkerung im Zeichen der Grund-, Guts- und Leibherrschaft? Welche Dienste und Abgaben mussten die Bauern an ihren Grundherrn leisten? Welche Rechte schützten sie gegen die Vertreibung vom Hof (Abmeierung)? Welche Freiheiten ergaben sich durch die Bauernschutzpolitik der Landesherren, und wie teuer wurden sie durch Steuern, Zinse und Zehnten erkauft?

 

Welche Bedeutung hatte die Einteilung der bäuerlichen Bevölkerung in die verschiedenen Bauernklassen (Meier, Kötner, Brinksitzer, An- und Abbauer)? Wie unterschieden sich die Vermögens- und Lebensverhältnisse der Großbauern von denen der Kleinstellenbesitzer, die auf zusätzliche Einnahmen durch Tagelohn, gewerbliche Heimarbeit (z.B. Weberei) oder ländliches Handwerk angewiesen waren? Welche Chancen hatten Gesinde und Häuslinge, Hirten und Bettler?

 

Wie „frei" waren die Familien bei der Regelung des Erbrechts und der Eheschließungen, der Hofübergabe und der Altenteilerversorgung? Was wurde aus den nichterbenden Geschwistern, und welche Probleme ergaben sich beim Tod eines Ehepartners?

 

Diesen und anderen Fragen wollen wir, eingehend auf Ihre Interessen und Fragestellungen, in diesem Seminar nachgehen.

 

Kosten: 30 € (inkl. Mittagessen und Getränken, Kaffee/Tee, Kuchen)

 

Anmeldungen bitte direkt an die Ortsheimatpflege
Weddingen, Margitta Schmidt
Email:   Schmidt-margitta@t-online.de
Tel.
05324 798085

oder Immenrode, Dagmar Koroma
Email dagmar.koroma@t-online.de

Tel. 05324 79770